Cuba braucht unsere Hilfe!

Verwüstungen durch Hurrikan Gustav und weitere folgten

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In der Nacht vom Samstag dem 30. August 2008 auf Sonntag dem 31. August 2008 wurde die westlichste Provinz Cubas, Pinar del Rio, vom schlimmsten Hurrikan seit 50 Jahren heimgesucht. Wie bekannt ist, blieb es nicht bei einem Hurrikan, der Cuba verwüstete.

Gustav, der als Hurrikan der Kategorie 4 auf der Safir-Simpson Scala cubanisches Territorium erreichte, hinterließ in der Provinz Pinar del Rio eine Spur der Verwüstung. Windböen bis zu 360 Stundenkilometern machten die Ortschaft Paso Real dem Erdboden gleich. Einige Bewohner des Ortes wurden verletzt, allerdings nicht schwerwiegend. 147 994 Personen mussten vorsorglich evakuiert werden.

Das Auge dieses Hurrikans war mit 60 km Durchmesser ungewöhnlich groß, so dass in Bezirken wie z. B. Los Palacios eine halbe Stunde absolute Windstille herrschte, bis der Sturm mit noch größerer Wucht als zuvor wieder einsetzte.

Stellenweise drang das Meer über sechs Kilometer weit ins Land ein. Dank der umfassen­den Vorsorgemaßnahmen und der guten Organisation sind keine Menschenleben zu be­klagen. Der materielle Schaden allerdings ist verheerend. Zerstörte Tabakhäuser, herun­tergefallene elektrische Leitungen, Schäden im Telefonnetz, schwere Schäden auf Geflü­gelfarmen. In der Provinzhauptstadt Pinar del Rio sind die Straßen durch umgefallene Straßenlaternen, Strompfosten und Bäume unpassierbar. Hochspannungsmasten sind umgefallen, Dächer abgedeckt und sogar die 200 Jahre alte Mauer der Kirche San Cristóbal konnte der Gewalt des Sturms nicht standhalten.

Auch wenn bereits vor dem herannahenden Hurrikan viele Ernten vorverlegt worden wa­ren, so entstand doch großer Schaden, etwa in den Bananenplantagen.

Ersten Kontakt mit cubanischem Territorium aber hatte der Hurrikan auf der Pinar del Rio vorgelagerten Insel der Jugend. Hier flogen die - wie man glaubte sicher geparkten - Fahrzeuge durch die Luft. Wassertanks stürzten vom Dach, Fenster und Türen wurden aus ihren Verankerungen gerissen. Auch hier sind die Straßen durch umgefallene Bäume, Pfosten und Dächer unpassierbar. Niedrig gelegene Teile der Insel sind überschwemmt.

Gustav bedrohte auch normalerweise sichere Gebiete, und so beschloss man kurzfristig, während der Windstille im Auge des Sturms, schnell weitere Personen zu evakuieren. Auch das Gemeindekrankenhaus wurde stark beschädigt, was die Verlegung von Operationssälen in Polikliniken nötig machte. Auch hier gab es einige, allerdings nicht ernsthaft, Verletzte.

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