Unterzeichnung des Frankfurter Friedens

10. Mai 1871

Der Frankfurter Friede, der am 10. Mai 1871 im Hotel "Zum Schwan" im Steinweg zwischen Bismarck und dem französischen Außenminister Jules Favre geschlossen wird, beendet den deutsch-französischen Krieg.

Karl Marx beschreibt den Friedensschluss, der u.a. die Freilassung der französischen Kriegsgefangenen vorsah, damit sie die Pariser Commune niederkämpfen konnten, in "Der Bürgerkrieg in Frankreich":
Als dies fürtreffliche Paar von Bevollmächtigten (Jules Favre und Pouyer-Quertier, Baumwollfabrikant und Finanzminster) nach Frankfurt kam, schnauzte Bismarck sie alsbald mit dem Kommando an: Entweder Wiederherstellung des Kaisertums, oder unweigerliche Annahme meiner eignen Friedensbedingungen! Diese Bedingungen enthielten eine Abkürzung der Zahlungsfristen für die Kriegsentschädigung, nebst fortdauernder Besetzung der Pariser Forts durch preußische Truppen, bis Bismarck mit dem Stand der Dinge in Frankreich sich zufrieden erkläre - so daß Preußen als höchster Schiedsrichter in den innern Angelegenheiten Frankreichs anerkannt wurde! Dagegen war er bereit, zur Ausrottung von Paris die gefangne bonapartistische Armee loszulassen und ihnen die direkte Unterstützung der Truppen des Kaisers Wilhelm zu leihen. Er verbürgte seine Ehrlichkeit dadurch, daß er die Zahlung der ersten Entschädigungsrate von der "Pazifikation" von Paris abhängig machte. Solch ein Köder wurde natürlich von Thiers und seinen Bevollmächtigten gierig verschlungen. Sie unterschrieben den Vertrag am 10. Mai und besorgten seine Bestätigung durch die Nationalversammlung schon am 18.

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