Veranstaltungen und Termine der DKP

Termine und Veranstaltungen von und mit der DKP Frankfurt

Offene Mitgliederversammlung der Gruppe DKP Frankfurt Mitte

Donnerstag, 1. April 2010

19:30 - 22:00 Uhr im Bürgerhaus Bornheim, Clubraum 3

weitere Termine von DKP Kreis Frankfurt

weiter Mitgliederversammlungen der Gruppe DKP Frankfurt Mitte

1. April, 6. Mai, 10. Juni
1. Juli, 5. August, 2. September, 7. Oktober, 4. November, 2. Dezember

Andere Veranstaltungen

Veranstaltungen und Termine, die nicht von der DKP sind. Habt Ihr einen Termin oder eine Veranstaltung, dann meldet sie über unser Kontakt-Formular an.

Krise, Krieg und WIDERSTAND - Erfahrungen der Arbeiterbewegung im 20. Jahrhundert

Mittwoch, 10. März

Veranstalter: Arbeitsgruppe gegen den Notstand der Republik in der IG Metall Frankfurt und verdi Frankfurt, Referent Dr. Peter Scherer ist Sozial- und Wirtschaftshistoriker.
Er arbeitete von 1973 bis 2004 beim Vorstand der IG Metall und betreute dort zahlreiche Projekte zum Lernen aus der Geschichte. Im August 1989 erschien sein Buch Freie Hand im Osten: Ursprünge und Perspektiven des Zweiten Weltkriegs
Darin heißt es: Der Satte versteht den Hungrigen nicht. Der Hungrige aber hat kein Interesse daran, den Satten zu verstehen. Er muss handeln, um nicht zugrunde zu gehen.
Krise, Krieg und Widerstand waren die großen Themen des 20. Jahrhunderts und es sieht ganz danach aus, dass sie es auch im 21. Jahrhundert bleiben - wenn das System sich nicht ändert, das zwangsläufig Krisen hervorbringt, das den Krieg braucht, um sie zu überwinden und immer neue Mittel findet, den Widerstand niederzuhalten.
Die Weltwirtschaftskrise von 1929 endete im Weltkrieg Die heutige Wirtschaftskrise ist die schwerste seit 1929. Damals senkten die Unternehmer die Löhne, entließen Millionen Arbeiter, schlossen Fabriken. Der Staat kürzte die Sozialleistungen und setzte Polizei und Militär gegen Streikende ein. Gewinne und Umsatzrenditen von 10%, 15% und 20% reichten den großen Banken und Konzernen nicht mehr. Sie rüsteten auf und führten Krieg. Die Gewinne stiegen, denn rauben ist profitabler als kaufen. Die Herren der Wirtschaft lösten die Krise durch den Raub von fremden Ländern, Rohstoffen und Arbeitskräften im Zweiten Weltkrieg. Wo endet die Weltwirtschaftskrise heute? Noch immer sind Industrie und Banken unersättlich. Renditen von 10, 15, ja 25% fordern sie. Im Frieden ist dies heute kaum noch möglich. Die Bundeswehr rüstet auf. Der deutsche Militärhaushalt stieg von 2005 bis 2010 um über 33%. Der ehemalige Verteidigungsminister Struck verlangte: Die deutschen Grenzen werden auch am Hindukusch verteidigt. General Naumann forderte: „Die Bundeswehr muss die Soldaten mit dem Tod vertraut machen“. Das Verteidigungsministerium verlangte schon kurz nach der Wiedervereinigung den Einsatz der Bundeswehr im Ausland für die „Verteidigung des freien Welthandels und den ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“. Kanzlerin Merkel wurde in ihrer Regierungserklärung am 10. November 2009 deutlich: „Wir alle müssen verstehen, dass es um weit mehr geht als nur um die Bewältigung der Krise in unserer eigenen Volkswirtschaft. Nein, die Karten werden neu gemischt. Das und nichts anderes ist die Dimension der Krise. Weltweit werden die Karten neu gemischt. Da gibt es eben keine angestammten Marktanteile und Positionen. Wer wird sich den Zugriff auf Rohstoffe und Energiequellen sichern?“
Wir fragen: Wo soll das hinführen? Ja zum Kapitalismus heißt Ja zur Arbeitslosigkeit antwortete das ehemalige Vorstandsmitglied der IG Metall Willi Bleicher auf die Frage, ob es in diesem System Arbeit für alle Menschen geben könne. So lange den Vermögenden fast alles gehört und denen, die arbeiten, fast nichts gehört, gibt es Massenarbeitslosigkeit, Krisen und auch Kriege. Das nicht hinzunehmen und Widerstand zu leisten ist und bleibt eine Notwendigkeit. Soldaten des JgBtl 292 bei der Ausbildung gegen Demonstranten (Quelle: Deutsch -Französiche Brigade in Europäische Sicherheit , 2/2007)

Für eine sozialistische Republik! 90. Jahrestag des Generalstreiks gegen Kapp und Lüttwitz 1920 / 2010: GewerkschafterInnen verteidigen die Demokratie

Freitag, 12. März, 17 Uhr

Im Frankfurter Gewerkschaftshaus, Hans Böckler Saal. Es spricht Dr. Peter Scherer, Historiker und ehem. Leiter der Zentralbibliothek der IG Metall, Umrahmt vom DGB Chor Frankfurt - eine veranstaltung des DGB IG Metall

Am 13. März 1920 putschten rechtsgerichtete Soldatenverbände gegen die junge Demokratie der Weimarer Republik. Militärischer Anführer war General von Lüttwitz. An die Spitze des Staates wurde Wolfgang Kapp gestellt. Im Hintergrund zogen Großindustrielle wie Ernst von Borsig und Hugo Stinnes die Fäden. Noch am gleichen Tag rief der allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund ADGB zum Generalstreik auf. Die drei Arbeiterparteien Frankfurts SPD, USPD und KPD bildeten einen paritätisch besetzten Aktionsausschuss zur Koordination des Streiks zur Verteidigung der Demokratie.
Am 14. März marschierte die Reichswehr in Frankfurt ein und es kam zu Kämpfen, bei denen 14 FrankfurterInnen das Leben verloren. Am 18. März 1920 wurde bei einer Massenversammlung im Zirkus Schuhmann in Frankfurt diskutiert, inwieweit die Streikziele erreicht sind. Die Putschisten waren aus Berlin geflohen.
90 Jahre später stecken wir in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit 1929. Herbeigeführt wurde die Krise durch die Gier von Bankern und Spekulanten. Der Staat muss mit milliardenschweren Finanzspritzen einspringen um den Kollaps zu verhindern. Die Kosten dafür sollen ArbeitnehmerInnen und SteuerzahlerInnen tragen. Wo bleibt da die Demokratie?
Was können wir lernen von den Kämpfen um Demokratie und Sozialismus in der Weimarer Republik? Warum ist die Forderung nach Enteignung von Banken grunddemokratisch? Wie gelang es damals den Gewerkschaften Millionen von Menschen für einen politischen Streik zu mobilisieren? Warum lehnten die Gewerkschaften 1920 die Betriebsverfassung ab? Welcher Beitrag zur Verteidigung der Demokratie wurde in unserem Frankfurt geleistet?

Flohmarkt

Samstag 13. März,12:00

Um dem Frühling auf die Sprünge zu helfen, machen wir einen Flohmarkt.
Aufgeführt in Frankfurt Rödelheim im Zusammen e.V.

Film: Der letzte Zug

Montag, 15. März,19:30

Der Film schildert das Schicksal einiger der letzten Berliner Juden, die im April 1943 nach Auschwitz deportiert wurden.
Der Film besticht vor allem durch schonungslose Nähe und Realismus mit der die Brutalität eines Auschwitztransports dargestellt wird. Der Film schildert das Schicksal einiger der letzten Berliner Juden, die im April 1943 vom Gleis 17 des Bahnhofs Berlin-Grunewald aus mit der Eisenbahn nach Auschwitz verschickt werden. Zynischer Anlass ist der Geburtstag Hitlers, dem man als Geschenk ein "judenreines Berlin" präsentieren möchte. Die Fahrt wird sechs Tage dauern, Wasser und Lebensmittel sind Mangelware, die Situation ist unerträglich. Einige der in Viehwaggons gepferchten Menschen versuchen aus dem Waggon auszubrechen.
Aufgeführt in Frankfurt Rödelheim im Zusammen e.V.

Film: Überraschungsfilm

Montag, 22. März, 19:30

Aufgeführt in Frankfurt Rödelheim im Zusammen e.V.

Film: Die Schacht um Algier

Montag, 29. März, 19:30

Zum antikolonialen Festival in Jena: Der Film zeigt auf dramatische Weise den Befreiungskrieg in Algerien.
Der Film basiert auf historischen Ereignissen aus der Anfangszeit des Algerienkrieges. 1957 versuchte die 10. französische Fallschirmjägerdivision unter General Jacques Massu, die Kasbah von Algier von Aufständischen der algerischen Befreiungsfront FLN zu "säubern". Zuvor hatte die FLN im September 1956 mit mehreren Bombenattentaten damit begonnen, ihre Hauptaktivität nach Algier zu verlagern. Von Anschlägen dort versprach sie sich eine größere politische Wirkung. Unter anderem war ein Air France-Büro betroffen. Die Gegenmaßnahmen der Franzosen waren durch rücksichtsloses Vorgehen gegen die arabische Zivilbevölkerung, den massiven Einsatz von schwerster Folter und extralegale Hinrichtungen von FLN-Verdächtigen gekennzeichnet.
Aufgeführt in Frankfurt Rödelheim im Zusammen e.V.



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