Franziska Kessel
1906-1934
In den neunziger Jahren wird eine Straße in Frankfurt nach der Antifaschistin benannt. Auch in Mainz gibt es heute eine Franziska-Kessel-Straße.
Ihr Lebenslauf

- 6. Januar 1906 in Köln geboren
- 1921 Volksschulabschluss, anschließend Ausbildung zur Verkäuferin. Eintritt in die "Sozialistische Arbeiterjugend"
- 1928 Eintritt in die KPD, Redakteurin der "Arbeiter-Zeitung" in Frankfurt/M
- 1930 Verurteilung durch das Reichsgericht zu einem Jahr Festungshaft wegen "Vorbereitung zum Hochverrat"
- 1931 Leiterin der Frauenabteilung bei der Bezirksleitung der KPD Hessen-Frankfurt/M.
- Juli 1932 – März 1933 KPD-Reichstagsabgeordnete
- März 1933 Nach dem Verbot der KPD Fortsetzung der politischen Arbeit im Untergrund. Ausschreibung zur Fahndung
- April 1933 Verhaftung
- November 1933 Verurteilung durch das Oberlandesgericht Darmstadt zu drei Jahren Zuchthausstrafe wegen "Vorbereitung zum Hochverrat"
- 23. April 1934 Kessel wurde in den Kellern des Landgerichtsgefängnisses Mainz (Zuchthausabteilung) im Jüngeren Dalberger Hof in der Klarastraße so schwer gefoltert wurde, dass sie zunächst erblindete und schließlich am 23. April erhängt in ihrer Zelle gefunden wird. Selbstmord, lautet die amtliche Version. Viele ihrer Mitstreiter sind überzeugt, dass Kessel ermordet wurde


