- DKP Frankfurt am Main - Deutsche Kommunistische Partei

DKP Frankfurt - Die Kommunisten

Aktualisierung: 8. April 2021

Hier sind Sie auf der Homepage der DKP Frankfurt am Main, einem Kreis der Deutschen Kommunistischen Partei in Hessen

Regelmäßig erscheinen neue Artikel im Bereich Berichte, Presse und neue Ausgaben unserer Frankfurter Stadtzeitung.

Die neuen Artikel werden immer einige Zeit auf dieser Seite verlinkt. Danach sind Sie in der Navigation über die Übersichten erreichbar.

Rede der VVN für Jung und Alt zur Erinnerung über Krieg, Hitler und den Widerstand

150 Jahre Pariser Commune

24. April 2021 10.30 bis 17.00Uhr, 25.4.2021 11.00 bis 15.00 Uhr

Gisela Blomberg, Kai Köhler, Florence Herve, Sabine Kebir, Hans-Peter Brenner und Patrik referieren zur Geschichte und Bedeutung dieser ersten proletarischen Revolution.
Vorträge und Diskussion werden ergänzt durch Karikaturen, Bilder und Musik.

Die Konferenz wird als Präsenzveranstaltung im Clara-Zetkin-Waldheim in Stuttgart und als Online-Veranstaltung durchgeführt.

Anmeldung: an marx-engels-stiftung@t-online.de oder Telefon 0211 / 680 28 28 (Hermann Kopp) jeweils bis 21. April 2021

www.marx-engels-stiftung.de

Aufruf von Betroffenen des "Radikalenerlasses" an die Politik: Beenden Sie die Berufsverbotepolitik endlich offiziell

Bundesweite Unterschriftensammlung in Vorbereitung des 50. Jahrestages im Januar 2022

Aktuell fällt im Zusammenhang mit den Einschränkungen im Rahmen der derzeitigen Covid-19-Maßnahmen der Begriff des Berufsverbots. Und in der Tat ist es für Hunderttausende Menschen derzeit eine große Belastung, dass sie in ihrem Beruf nicht arbeiten können. Das sorgt für Unsicherheit und Existenzängste, selbst wenn es staatliche Unterstützungs-maßnahmen gibt - die aber nicht alle erhalten und die hinten und vorne nicht ausreichen.

Die Berufsverbote der 70er und 80er Jahre für Tausende Menschen, die im öffentlichen Dienst arbeiteten oder sich dafür bewarben, hatten einen völlig anderen Hintergrund.

Der Radikalenerlass vom 28. Januar 1972 von Kanzler Willy Brandt (den Brandt später selbst als seinen größten politischen Irrtum bezeichnete) und den Ministerpräsidenten der westdeutschen Bundesländer hatte schwere Folgen für die Betroffenen: Viele verloren ihre Arbeit oder wurden gar nicht erst eingestellt, allein deshalb, weil sie sich beispielsweise gegen Notstandsgesetze, gegen den Krieg in Vietnam oder das Wiedererstarken alter Nazis engagiert und damit ihre im Grundgesetz garantierten Grundrechte wahrgenommen haben.

Nie wurde den Betroffenen eine konkrete Dienstpflichtverletzung vorgeworfen, sondern es ging meist um die Mitgliedschaft in legalen linken Parteien und Organisationen, oder um Kandidaturen für Parlamente.

Eine besonders üble Rolle dabei spielte der sogenannte Verfassungsschutz, der alle, die auch nur nach fortschrittlichen Einstellungen rochen, ausschnüffelte und die so gesammelten „Erkenntnisse“ an die Dienststellen weiterleitete. Dort saßen dann Beamtinnen und Beamte, die mit einem obrigkeitsstaatlichen Weltbild für Entlassungen und Nichteinstellungen sorgten. Die Hoffnung vieler damals Betroffener vor Gericht Recht zu bekommen, wurde nicht selten deshalb enttäuscht, weil an den Richtertischen Menschen saßen, die ihren ersten Amtseid auf Hitler geleistet hatten; Willi Geiger, ehemals Nazistaatsanwalt, war 26 Jahre lang Bundesverfassungsrichter.

Finanzielle Hilfen vom Staat erhielten die vom Berufsverbot Betroffenen nicht; sogar um Arbeitslosenunterstützung mussten sie kämpfen. Für viele sind die Folgen bis heute gravierend. Viele sind gesundheitlich angeschlagen und die Pensionen oder Renten sind mehr als bescheiden.

Eine große Solidaritätsbewegung in Deutschland und in ganz Europa führte nach 1972 dazu, dass viele ehemalige Betroffene schließlich doch noch oder wieder eingestellt wurden. In einigen Bundesländern wurde der Radikalenerlass ganz abgeschafft, in den meisten nicht mehr angewendet. Aber wirklich aufgearbeitet ist dieses dunkle Kapitel der bundesrepublikanischen Geschichte bis heute nicht.

Deshalb werden Betroffene aus dem gesamten Bundesgebiet einen Aufruf verbreiten, der bereits von zahlreichen Erstunterzeichner*innen aus Gewerkschaften, Politik und Kultur unterstützt wird.

Darin heißt es: Es ist an der Zeit,

Diese Unterschriftensammlung soll das ganze Jahr hindurch fortgeführt werden; mit zahlreichen Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet soll auf das Unrecht von damals, das bis heute fortwirkt, aufmerksam machen. Das gilt insbesondere für die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg, die eine Aufarbeitung des Radikalen-Erlasses bis heute verweigern bzw. ihn in abgewandelter Form weiter verwenden.

Weitere Informationen und Dokumente zum Thema finden Sie auf: www.berufsverbote.de

Veranstaltungstipp

Wohnen ist ein Grundbedürfnis - keine Ware

Am Mittwoch, 21. April 2021, 19.00 Uhr Online Informationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen hier klicken

Hier ein Tipp: Musik mal Anders

Jane Zahn

Auswahl von Songs von Jane Zahn auf myspace.com

Alle aktuellen Angebote von der Karl-Liebknecht-Schule Leverkusen (KLS)