- Atomwaffen sind geächtet! Offenbacher feiern!

Atomwaffen sind geächtet! Offenbacher feiern das!

Stand: 22. Januar 2021

Offenbacher Friedensinitiative und ihre Bündnispartner feierten mit

Impressionen von der Kundgebung in Offenbach

Am 22. Januar 2021 gab es um 17.00 vor dem Rathaus Offenbach eine Veranstaltung der Offenbacher Friedensinitiative (OFI).

Gefeiert wurde das Inkrafttreten des UN Atomwaffenverbots. Hinteergrund weiter unten.

Etwa 50 Menschen, viele mit Lichtern, lauschten der Rede von Elisabeth Sars, Ican, die hervorhob, welche Schubkraft diese Entscheidung der Friedensbewegung geben wird. Prodekanin Dr. Schoen von der evangelischen Kirche unterstützte das Anliegen nach einer friedlicheren Welt. Einige stellten jeweils ein Land vor, das für sie von besonderer Bedeutung war, wie Österreich, Nicaragua, das eine Patenstadt mit Offenbach hat, Kasachstan, Vietnam und Cuba. Auf die Wand des Rathauses wurden die Flaggen des jeweiligen Landes gestrahlt.

Hintergrund zum 22. Januar 2021

Das ist ein wahrer Lichtblick, eine gute Nachricht. Wir haben sie 50 Staaten zu verdanken, die den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert haben. Am 22.1.2021 trat er in Kraft und wird damit Teil des Völkerrechts, wie es z. B. die universalen Menschen- und Kinderrechte sind.

Nätürlich gelten die Bestimmungen zunächst nur für die Staaten, die ihm beigetreten sind. Dazu gehören leider Deutschland und die Atomwaffenstaaten nicht. Nun wird sofort eingewendet, dann könne dieser Vertrag nichts nützen. Aber die Verächter dieses Vertrages täuschen sich. Die Verbote von biologischen und chemischen Waffen sind von zivilen Organisationen auf die Tagesordnung gebracht worden und nicht von den Besitzern dieser Waffensysteme. Die Verbote haben diese Waffensysteme nicht aus der Welt geschafft, aber zurückgedrängt. Das Tabu, diese Waffen einzusetzen, wurde gestärkt. Und genau in dieser Richtung wird der Atomwaffenverbotsvertrag wirken. Das brauchen wir und nicht etwa eine weitere Aufrüstung und Modernisierung von Atomwaffen. Tatsächlich wünscht sich eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung eine Ächtung der Atomwaffen.

zu Offenbach dazu

Die Stadtverordneten von Offenbach haben schon am 14. November 2019 die Bundesregierung aufgefordert, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Zusammen mit Offenbach haben 107 weitere Städte sowie vier Bundesländer, nämlich Bremen, Berlin, Rheinland-Pfalz und Hamburg in dem ICAN-Städteappell die Forderung im Interesse ihrer Bürger:innen vorgebracht.

Offenbach hat also allen Grund zu feiern.

Kundgebung in Offenbach - Atomwaffenverbotsvertragunterzeichnerflaggen am Haus projeziert

Kundgebung in Offenbach - ICAN-Flagge an Haus zur Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags

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