- Der Tarifvertrag ENTLASTUNG wurde beschlossen

Nach Berlin und NRW jetzt auch in Frankfurt: Der Tarifvertrag "Entlastung" wurde beschlossen

Nachdem sich der Arbeitgeber wochenlang aus der Verantwortung zog und sogar eine einseitige Umsetzung eines Entlastungsplans nach "seinen Vorstellungen" ankündigte, einigten sie sich nun mit der Gewerkschaft ver.di und den Teamdelegierten auf einen Entlastungstarifvertrag am Universitätsklinikum Frankfurt.

Über die Sommermonate hinweg gab es mehrere Verhandlungsrunden, die zu keiner Annäherung führten. Ver.di antwortete darauf mit mehreren 2–3-tägigen Warnstreiks mit mehreren hundert Beschäftigten sowie Unterstützenden aus der Bevölkerung - den potenziellen Patienten.

Im Gegensatz zu NRW beispielsweise, die insgesamt für 77 Tage in den Erzwingungsstreik mussten, konnte in Frankfurt schon jetzt ein Tarifabschluss erzielt werden. Dieser sieht ab dem 01. August 2023 mehr Personal auf den Stationen sowie Entlastungstage, 70 zusätzliche Beschäftigte für den nichtpflegerischen Bereich und eine Verbesserung der Ausbildung vor.

Von der Forderungsfindung bis zum Abschluss wurden alle Beschäftigte in einem demokratischen Prozess mit einbezogen. Nichts lief über deren Köpfe hinweg - ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Gewerkschaften und ein Vorbild für andere Tarifauseinandersetzungen wie aktuell der Kampf um Entlastung in Dresden oder auch zum TVöD und TV-L im kommenden Jahr.

Wir gratulieren den ca. 4000 nichtärztlichen Beschäftigten für diesen Etappensieg. Jedoch zeigt die Erfahrung (z.B. Essen 2018), dass ein Abschluss seitens Arbeitgeber nicht zwingend auch umgesetzt wird. Das heißt: Weiter Kämpfen! Die Umsetzung muss streng überwacht und eingefordert werden.

Um langfristig eine konsequente Entlastung zu sichern und die Gesundheitsversorgung zu verbessern gehören:

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